Zielgruppe
Männliche Jugendliche von 14-21 Jahre, die durch Gewaltbereitschaft,
Verhaltensauffälligkeiten, oppositionelles und dissoziales Verhalten bereits
auffällig wurden.
Es kommen nur solche Jugendliche für das Training in Frage, bei denen der Wille
zu erkennen ist, ihr Verhalten zu
ändern. Das Training kann als richterliche Weisung, als Bewährungsauflage oder
als Jugendhilfemaßnahme ausgesprochen werden.
Ziele
Die Teilnehmer sollen Betroffenheit bezüglich ihrer abweichenden
Verhaltensweisen entwickeln. Sie sollen ihre Reflexionsfähigkeit verbessern,
neue Konfliktlösungsstrategien entwickeln, sowie mit anderen auszukommen, ohne
gewalttätig zu werden.
Ausschlusskriterien
Das Trainingsprogramm ist nicht geeignet für Suizidale, für vorherrschend
Medikamenten-, Alkohol- und Drogenabhängige, für Mitglieder der organisierten
Kriminalität und für Sexualstraftäter.
Weitere Aufnahmebedingungen
Die Sprachkenntnisse müssen ausreichen, um dem Gruppenprozess folgen zu können.
Es muss sichergestellt sein, dass der Teilnehmer an allen Terminen teilnehmen
kann.
Aufnahmegespräch
Die beiden Trainer führen
mit jedem an einer Teilnahme interessierten Jugendlichen und dem zuständigen
Mitarbeiter des Jugendamtes ein Aufnahmegespräch.
In diesem Gespräch wird die aktuelle Lebenssituation und die Gewaltproblematik
thematisiert.
Informationen über strafrechtlich relevante Gewalttätigkeiten, bisherige Gewaltereignisse werden erhoben (Urteile, Strafanzeigen, Hilfepläne)
Der Interessent wird über die organisatorischen Rahmenbedingungen, den geplanten Gruppenprozess, über Regeln und Abläufe der Gruppe informiert.
Der Vertrag wird erläutert.
Entscheidung
Das Aufnahmegespräch ist für die Trainer und den Interessenten Grundlage für
die Entscheidung über die Teilnahme an der Trainingsgruppe.
Die Trainer teilen dem Interessenten und dem Mitarbeiter des Jugendamtes nach
dem Aufnahmegespräch ihre Entscheidung über die Aufnahme oder Nicht-Aufnahme in
die Gruppe mit.
Die Aufnahme in die Gruppe erfolgt nur, wenn beide Trainer mit der Aufnahme
einverstanden sind.
Vertrag
Damit das Training durchgeführt werden kann, wird mit den Teilnehmern ein
Vertrag abgeschlossen.
Dieser beinhaltet gleichzeitig die Regeln des Trainings:
2. Keiner wird „fertiggemacht“ oder ausgelacht.
3. Niemand wird verletzt
4. „Stopp!“ bedeutet Aussetzen jeden Handelns
5. Aussagen einzelner Teilnehmer unterliegen der Schweigepflicht
6. Vor dem Training dürfen keine Drogen oder Alkohol konsumiert werden
Das Training
- Einführung, Motivations- und Auftragsklärung, Perspektiverarbeitung, Lebensfluss
- Teilnehmer Interview, biographische Analyse, Analyse der Gewaltauslöser, Erkennung von Neutralisierungstechniken
- Konfrontative Pädagogik auf dem „heißen Stuhl“
- 1 gruppendynamische Aktivität (Klettern, Bowling, Fußball, etc.)
- Kampfkunsteinheit
- Rollenspiele
- Opferperspektive, Arzteinheit
- Folgen von Gewalt
- Alternativen zur Gewalt
- Männerbild: was macht einen „wahren“ Mann aus
- Entspannung, Yoga, Körperarbeit
Die Trainer arbeiten seit vielen Jahren mit verhaltensauffälligen und aggressiven Kindern und Jugendlichen.
Thomas Walter führte mehrere Anti-Aggressivitäts-Trainingskurse mit straffällig geworden Jugendlichen für die Jugendgerichtshilfe Bad Kissingen durch.
Außerdem wurden mehrere Fortbildungen für ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, AusbilderInnen und LehrerInnen durchgeführt.
Thomas Walter war als Referent für Aiki-Extensions tätig.
Christian Schäflein als Co Trainer ist Sozialpädagoge mit langjähriger Berufserfahrung im Umgang mit verhaltensauffälligen, gewaltbereiten Jugendlichen.
Die Kosten
für einen Trainingskurs liegen bei 9.000,-€
Nicht enthalten sind Fahrtkosten der Teilnehmer
Übersicht:
|
Gruppe: |
6 Teilnehmer (geschlossene Gruppe) |
|
Dauer: |
20 Einheiten mit je 2,5 – 3 Stunden |
|
Termine: |
wöchentliche Treffen ab 17.00 bzw. 18.00 Uhr |
|
Ort: |
Gruppenraum im Jugendkulturzentrum „Stattbahnhof“ Schweinfurt, 1. Stock |
|
Trainer: |
Thomas Walter, Dipl.-Soz.-Päd. (FH), AAT©-Trainer, Pädagogische
Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Schweinfurt |
|
Kosten: |
insgesamt 9 000 Euro, nicht enthalten sind anfallende Fahrtkosten der Teilnehmer |
Flyer zum Herunterladen: Seite 1, Seite 2
Thomas Walter und Alois Schöberl haben in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Schweinfurt am 15.07.08 das Anti-Aggressivitäts-Training vorgestellt. Hier der Bericht im Schweinfurter Tagblatt vom 18.07.2008.
Artikel in der Mainpost am 29.5.09